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Feuerwehr Obermeitingen



Chronik

Die Freiwillige Feuerwehr Obermeitingen wurde gegründet, am 16. Mai 1875 von dem damaligen Bürgermeister Herr Josef Jacob. Es traten sieben und dreißig Mitglieder der neu gegründeten freiwilligen Feuerwehr bei.

 

25-jähriges Bestehen

Im Jahre 1900, den 25. November, feierte dieselbe das Gründungsfest ihres fünfundzwanzigjährigen Bestehens mit Kirchenparade, nach derselben fand die feierliche Überreichung des Ehrenzeichens für fünfundzwanzigjährige treue Dienstzeit an fünf Mitglieder des Vereins durch Herrn Bürgermeister Pfänder statt. Die Festrede wurde gehalten von dem Commandanten Herr Ludwig Jacob, hierauf fand in der Schorer´schen Gastwirtschaft Frühschoppen, nachmittags 2 Uhr Festzug durch die mit Fahnen beflaggte, mit Kränzen geschmückte Ortschaft statt, dann gesellige Unterhaltung mit Konzert, abwechselnd mit Gesang, Reden und Prosits, den Schluß der Festfeier bildete abends ein Festball.

 

Geburtstagsfeier Sr. Kgl. Hoheit des Prinzregenten Luitpold

Es war am 12. März 1901, als in allen Gauen unseres bayerischen Vaterlandes das achtzigste Geburtsfest Seiner Königlichen Hoheit des Prinzregenten Luitpold festlich begangen wurde, und so gestaltete sich dieser Tag auch für die Freiwillige Feuerwehr Obermeitingen zu einem wahrhaft politischen Feiertag. (…) Zum Schluß wurde ein dreifacher Schrei auf seine Kgl. Hoheit ausgebracht, in den alle begeistert einstimmten. Durch Absingen der Königshymne und anderer patriotischer Lieder sind die Stunden nur allzu schnell entschwunden.

 

Uniformierung

Im Jahr 1908 wurden bei der Freiwilligen Feuerwehr 5 Stück Helme und 8 Stück neue vorschriftsmäßige Normalgurte angeschafft. Zugleich wurde mit der Uniformierung begonnen, indem 40 Stück vorschriftsmäßige Mützen zum Preis von 2,30 Mark bei Hoflieferant Fuchs in München gekauft wurden.” Im Jahr 1913 haben sich 26 Mann bereit erklärt, Feuerdienstjoppen bei Tuchmacher Birle Schwabmünchen zum Preis von 15,50 Mark anzuschaffen. Vom Distrikt (Bezirk) wurden pro Joppe 2 Mark genehmigt.

 

Bau der Wasserleitung

Im Jahr 1914 wurde der Freiwilligen Feuerwehr große Freude zuteil, da sie mit einer Wasserleitung beglückt wurde, welche es ermöglichte bei einem Brandfall das Wasser aus 15 Oberflurhydranten zu holen.

 

1. Weltkrieg 1914 – 1918

In der Zeit des ersten Weltkriegs schweigt die Chronik. Aus dem Protokollbuch geht allerdings hervor, dass zeitweilig 38 Kameraden der 51-köpfigen Wehr für das Vaterland in das Feld zogen. Fünf junge Männer kehrten nicht mehr zurück. Um den kämpfenden Kameraden zu den Weihnachtsfesten eine Freude zu bereiten, wurde vom Verein beschlossen, Liebesgaben zu senden. Die Päckchen sollten u.a. Hartwurst und Zigarren beinhalten.

 

50-jähriges Gründungsjubiläum

Im Mai 1925 konnte die Freiwillige Feuerwehr auf ein 50-jähriges Bestehen zurückblicken. Der Festtag wurde mit einem Gottesdienst mit anschließender Kranzniederlegung für die verstorbenen und gefallenen Kameraden begonnen. Das Mittagsmahl wurde im Gasthaus Krone eingenommen, wo der Vorstand Herr Alfons Preisinger die Festrede hielt und verdiente Mitglieder mit dem Ehrendiplom auszeichnete. Am Nachmittag veranstalteten die Blaskapelle Untermeitingen und der Obermeitinger Gesangverein ein Konzert. „Abends 6 Uhr war Umzug durch die Ortschaft und dann zum Oberen Wirt Gasthaus Adler, woselbst der Schluß des Tages mit einem Festball endete.”

 

1937

Seit der Machtergreifung ist auch bei der Freiwilligen Feuerwehr eine große Neuerung eingetreten, Exerzierreklame und eine ganze Änderung überhaupt bei der Führung der Geschäfte, welche nicht mehr durch den Vorstand, sondern durch den Führer der Wehr (= Kommandant, Anm. d. Red.) betätigt wird.

 

2. Weltkrieg 1939 – 1945

Wieder musste eine große Schar treuer Feuerwehr-Mitglieder für das Vaterland ins Feld. Aufgrund der Neugliederung der Freiwilligen Feuerwehren ruhte das Vereinsleben.

 

1946

Dank dem Herrn Bürgermeister Franz Jacob, sowie der Gemeindeverwaltung für die Anschaffung einer Motorspritze. Ebenso wurde Schlauchmaterial durch den Commandanten beigeschafft.

 

Fahnenweihe 1956

Am 27. Mai 1956 fand die Fahnenweihe der Freiwilligen Feuerwehr Obermeitingen statt. Die Fahne wurde zum Preis von 1500,- DM bei der Firma Eibl, Kunststickerei in München bestellt. Finanziert wurde sie durch Theaterspielen, einer Weihnachtsfeier mit Glückshafen und Spenden. Geweiht wurde die neue Fahne in der Kirche von Pater Beda Efinger aus Klosterlechfeld. Anschließend hielt Vorstand Karl Schneider eine Ansprache am Kriegergrab zum Gedenken an die verstorbenen und gefallenen Kameraden und legte einen Kranz nieder. Der Festumzug wurde mit sämtlichen zur Verfügung stehenden Autos unternommen. Die Festjungfrauen, Fahnenbraut Anastasia Thoma und die Begleiterinnen Walburga Meßmer und Isolde Lauter, wurden mit einem Pferdegespann kutschiert. Fähnrich war Anton Drexl, der von Johann Wagner und Moritz Schäfer begleitet wurde. Insgesamt nahmen 19 auswärtige Vereine an diesem Fest teil, so dass auf einen gelungenen und humorvollen Verlauf der Festlichkeit zurückgeblickt werden konnte.

 

1964

Im Neubau des Gemeindehauses ist zugleich das Feuerwehrgerätehaus eingerichtet worden. Zudem erhielt die Wehr ein Einsatzfahrzeug, einen Ford Transit, aufgebaut von der Firma Fischer. Als erste im Landkreis Landsberg begann unsere Feuerwehr auf Initiative des Kommandanten Josef Schwarz Leistungsprüfungen durchzuführen. „Mit vorhergegangenen 16 Übungen haben das Leistungsprüfungszeugnis erhalten: Schwarz Josef, Goßner Josef, Häfele Erwin, Jacob Albert, Jacob Rudolf, Jahn Otto, Jahn Johann, Lauter Walter, Losert Erwin, Riedl Karl, Scharl Willi, Schäffer Herbert, Schäfer Adolf, Scholz Manfred, Thoma Hermann, Siepler Jupp, Gilg Helmut, Ziegler Johann. Den Kommandanten-Kurs in der Feuerwehrschule haben besucht: Schwarz Josef und Jacob Albert” 10 Jahre später sind 63 Mann in der Leistungsstufe Bronze, 32 in Silber und 20 in Gold ausgebildet.

 

100-jähriges Gründungsjubiläum

Bereits im Jahr 1974 wurde das 100-jährige Jubiläum der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr in einem mehrtägigen Fest gefeiert. Am 23. Mai 1974 (Himmelfahrtstag) fiel der Startschuss. Um 14.00 Uhr zapfte Bürgermeister Franz Jacob das erste Fass Bier im Zelt an. Es spielte die Musikkapelle Graben, die sich am Abend von der Musikkapelle Gennach ablösen ließ. Am 24. Mai 1974 konnte man viel politische Prominenz in Obermeitingen treffen. Im fast vollbesetzten Festzelt fand die zentrale Gedenkfeier „25-Jahre Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland” statt, zu der sich Bundestagsvizepräsident Dr. Richard Jäger, Bundesstaatssekretär Peter Glotz, der Landtagspräsident Dr. Rudolf Hanauer, der Landtagsabgeordnete Witmann, Landrat Bernhard Müller-Hahl, die Geistlichkeit mit Pater Peregrin sowie zahlreiche Bürgermeister, Gemeinde- und Kreisräte der Landkreise Landsberg und Augsburg eingefunden hatten. Im Mittelpunkt der zentralen Feier standen Ansprachen der hohen Gäste zum 25jährigen Bestehen des Grundgesetzes. Eingeleitet wurde der Abend mit der Bayernhymne „Gott mit dir, du Land der Bayern”, intoniert von der Blaskapelle Langerringen. Am 25. Mai 1974 fand im Zelt der Tag der Betriebe der Gemeinde Obermeitingen und Umgebung statt, wobei die Kapelle Hurlach spielte. Höhepunkt und glanzvoller Abschluss war am Sonntag, dem 26. Mai 1974, der Festzug durch die mit Fahnen und Girlanden geschmückten Straßen der Gemeinde. 65 Vereine aus nah und fern sowie mehrere Musikkapellen nahmen teil, und viele tausend Zuschauer säumten den Straßenrand und wurden Zeugen einer eindrucksvollen Demonstration dörflicher Gemeinschaft. Das Programm des Sonntags begann mit einem Festgottesdienst im Festzelt, den die Kapelle Hurlach feierlich umrahmte. Sie spielte auch beim Frühschoppen auf. Die Festpredigt hielt Pater Peregrin aus Klosterlechfeld. Im Anschluss an den farbenprächtigen Festzug wurden im Bierzelt an die beteiligten Vereine die Erinnerungsbänder überreicht. Zur Unterhaltung spielte am Abend die Musikkapelle Gennach. Die Verbundenheit der Obermeitinger mit ihrer Feuerwehr kam an allen Tagen des Jubiläums spürbar zum Ausdruck. In den Annalen des Dorfes wird dieses Fest einen besonderen Platz einnehmen.

 

Fahrzeugweihe 1985

Am 18. Mai 1985 hatte die Freiwillige Feuerwehr Grund zum Feiern: Anlass war die Weihe und Übergabe des neuen Feuerwehrfahrzeugs LF 8. Gottes Segen für das neue Löschgerät erbat Pater Georg Redelberger vom Franziskanerkonvent Klosterlechfeld. Den Schlüssel für das mit modernsten Geräten ausgestattete Fahrzeug übergab Bürgermeister Clemens Weihmayer an den Kommandanten Helmut Gilg. In diesem Fahrzeug, welches das alte Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) ablöste, ist unter anderem eine Ausrüstung für Atemschutz vorhanden. Daher erfolgte Zug um Zug die Ausbildung von geeigneten Feuerwehrkameraden zu Atemschutzgeräteträgern. Bis zu diesem Zeitpunkt waren wir bei entsprechenden Einsätzen auf die Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr Untermeitingen angewiesen.

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